Rezension | Life is but a dream – Brian James

Foto 07.05Life is but a dream – Brian James

März 2012

Contemporary / Mental Illness / Romance

Amazon, Goodreads

 

 

Kurzbeschreibung:

Sabrina, an artist, is diagnosed with schizophrenia, and her parents check her into the Wellness Center. There she meets Alec, who is convinced it’s the world that’s crazy, not the two of them. They are meant to be together; they are special. But when Alec starts to convince Sabrina that her treatment will wipe out everything that makes her creative, she worries that she’ll lose hold of her dreams and herself. Should she listen to her doctor? her decision may have fatal consequences.

Meine Meinung:

Nachdem ich die Beschreibung von „Life is but a dream“ gelesen habe wanderte es sofort auf meine Wunschliste, blieb da aber leider viel zu lange. Jetzt konnte ich es endlich lesen, und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht. Und ein bisschen in das Cover verliebt, habe ich mich auch.

Sabrina ist ein Charakter mit dem man sich sofort identifizieren kann. Wer wünscht sich nicht mal in eine Traumwelt abzudriften, den Tagträumen nachzugeben, die täglichen Aufgaben und Herausforderungen links liegen zu lassen. Aber Sabrina ist krank, und das sollte man hier nicht außer Acht lassen. Die Geschichte ist aus ihrer Sicht geschrieben, und zusätzlich gibt es in den Kapiteln Informationen dazu, wie es so weit kommen konnte, dass sie in einer Klinik gelandet ist. Der Schreibstil von Brian James passt perfekt zu der Geschichte selbst. Er schreibt sehr bildhaft, ich hatte das Gefühl ich habe Sabrinas Vorstellung genau selbst vor Augen. Ich wollte, wie sie, zeichnen was ich sehe, was sie sieht. Hierzu passt auch, dass die direkte Rede ohne Anführungszeichen gesetzt wird. Das ist zu Beginn erst einmal sehr ungewohnt, aber nach einigen Seiten kann man darüber hinwegsehen, und es gleicht sich dem verträumten Umfeld der Story an.

In der Klinik lernt Sabrina einen Jungen kennen, Alec. Er wird für sie zum Anker. Sie hat endlich das Gefühl jemanden gefunden zu haben, der ihr glaubt, sie bestärkt, sie ernst nimmt. Ich mochte, wie er sich um sie kümmert, versucht ihr zu helfen, aber seine Ansichten und Handlungen ziehen Sabrina leider zurück in die Krankheit. Seiner Meinung nach sind nicht sie die Verrückten, sondern die anderen. Er bringt sie dazu ihre Medizin nicht mehr zu nehmen und nimmt sie immer mehr für sich ein. Die beiden nähern sich ziemlich schnell einander an. Ich habe oft ein Problem mit gehetzten Beziehungen der Protagonisten in Jugendbüchern, aber anhand der Umstände war dies hier für mich kein Problem. Man merkt wie sehr Sabrina in der Beziehung aufgeht, glücklich ist. Doch nach und nach wird sie immer hilfloser, und man möchte sie aus dieser Situation herausholen, sie von der Außenwelt abschirmen, und ihr ihre eigene kleine Welt lassen.

„Life is but a dream“ hat mich wirklich sehr bewegt. Es ist schon erschreckend von Schizophrenie zu lesen, viel wusste ich über die Krankheit bisher nicht. Erschüttert hat mich, dass sie eher unter jungen Menschen (16-25) verbreitet ist, was mich sehr zum Nachdenken verleitet hat.
Einen Punkt musste ich leider abziehen, da es trotz des wunderschönen Schreibstils stellenweise ein wenig holprig zu lesen war. Auch das Ende hat mich ein wenig enttäuscht, mehr werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

Zu sagen bleibt also nur noch, dass ich dieses Buch jedem empfehlen kann, der sich auch gerne mal in seine eigene Welt hinein träumt. Eine wirklich lesenswerte, außergewöhnliche Geschichte.

Bewertung:

4

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