Montagsfrage – Welches Buch hast du zuletzt abgebrochen?

 

 

Eine wöchentliche Aktion von Paperthin

Hin und wieder breche ich schon Bücher ab. Das Letzte, das es getroffen hat war „Pretty Dark Nothing“ von Heather L. Reid im März. Die Kurzbeschreibung klang eigentlich vielversprechend. Quinn, ein Mädchen, das von Dämonen in ihren Träumen verfolgt wird. Gelesen habe ich es circa bis zur Hälfte. Leider war es mir bis dahin immer noch komplett unmöglich mich mit den Protagonisten auch nur in irgendeiner Weise zu identifizieren. Auch die Wendungen waren einerseits viel zu vorhersehbar andererseits aber auch wieder so unvorstellbar, dass es fast schon ein wenig lächerlich wirkte. Generell verlief sich die Story dann sowieso in der 0815 Young Adult Schublade. Insta-Love, gut aussehender Typ, hilfloses Mädel, und und und, ach ihr wisst schon.

Grundsätzlich ist abbrechen natürlich immer doof. Aber es gibt einfach Bücher, mit denen möchte ich mich nicht quälen. Früher habe ich viel mehr Bücher durchgezogen, kaum abgebrochen, aber warum soll ich denn Zeit mit einem Buch verbringen, das mir am Ende gar nicht gefällt. Dafür gibt es viel zu viele Bücher, auf meinem Sub oder im Buchladen, von denen ich weiß, dass sie mir mehr Freude machen werden. Bevor ich ein Buch beginne, überlege ich mir auch, ob ich eine Rezension schreiben möchte, oder nicht. Wenn das nicht der Fall ist, ist abbrechen sowieso nicht so schlimm. Ich muss ja nicht zu allem etwas schreiben, und manchmal kann ich zu Büchern auch gar nichts schreiben, obwohl es mir gefällt.
Wenn es ein Leseexemplar ist, versuche ich eigentlich immer es durchzuziehen, aber selbst wenn man es dann nicht schafft (so wie bei dem oben genannten Buch), ist das ja kein Beinbruch, denn es passiert nun mal, dass einem Bücher so gar nicht gefallen.

 

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9 responses to “Montagsfrage – Welches Buch hast du zuletzt abgebrochen?”

  1. Bücherphilosophin says :

    Da kann ich Dir nur zustimmen. Ich habe das Bücher abbrechen selbst mühsam lernen müssen. Mittlerweile verschwende ich aber keine Zeit mehr an Romane, die es mir einfach nicht recht machen können. Dafür gibt es viel zu viele gute Bücher, die noch ungelesen in meinem Regal stehen.
    Rezensionsexemplare lese ich persönlich zwar immer zuende, und das ist nicht immer eine Freude, aber ich vermute, dass die Verlage, bzw. Autoren eigentlich ganz froh sind, wenn einer, der das Buch nicht mag, abbricht und nix schreibt – so kommen sie schließlich um den Verriß drum herum.
    LG, Katarina :)

    • clickclickric says :

      Da hatte ich auch erst Bedenken, was die wohl dazu sagen. Aber da hatte es sich sowieso „nur“ um ein ebook gehandelt, und solange man gut erklären kann was einen daran gestört hat, sind die einem auch nicht böse :) Das passiert ja sowieso auch nicht so oft, denn ich versuche schon die wirklich durchzuziehen.

  2. belmonte says :

    Ich habe kürzlich Peter Sloterdijks „Zeilen und Tage“ abgebrochen. Es ist ein sehr überhebliches und langweiliges Geschreibsel ohne irgendwelchen Erkenntnisgewinn. Da geht mir aller sonstige Drang abhanden, Bücher zu Ende zu lesen, wenn der Stapel auch noch entsprechend hoch ist.

  3. Ellie says :

    Ich wünschte manchmal, ich könnte abbrechen, aber irgendwie hat sich mein Prinzip jedem Buch bis zum bitteren Ende eine Chance zu geben mittlerweile ziemlich verfestigt. Da quäle ich mich dann eben doch durch – es könnte ja noch besser werden. Nur bei Schul- und Unilektüren seh ich das nicht ganz so eng ;) .

    • clickclickric says :

      dass es ja noch besser werden könnte, denke ich mir auch oft, aber so ab der Hälfte oder drüber hinaus kann man das ja eigentlich ganz gut sagen.

      hä aber grade Schul- oder Unilektüren sollte man doch durchziehen XD

      • Ellie says :

        Naja, wenns nicht unbedingt sein muss :D … im LK haben wir so viele Bücher gelesen, da ists nicht aufgefallen, wenn man mal eins nicht fertig gelesen hat. Vor allem war man aus dem Schneider, wenn man eh schon abgefragt und die Lektüre nicht klausurrelevant war. Es ist bei mir aber trotzdem nur so 2-3 mal vorgekommen. Durch Effi Briest konnte ich mich einfach nicht quälen. Und an der Uni fällt das meistens noch weniger auf – obwohl ich da zumindest die Bücher immer brav lese. Die Ausnahme war Portrait of a Lady, quasi Effi Briest nur auf Englisch. Allerdings würde es oft reichen, nur das zu lesen, worüber man dann schreiben möchte – nur manche Dozenten machen eben Quizzes, da muss man dann oft so gut wie alles lesen, wenn man die Credits haben will.

        • clickclickric says :

          ah ok, naja ich weiß nur dass man sich bei uns in der Schule nichtso drumrummogeln konnte XD
          aber bei so Klassikern versteh ich das, die kann ich sowieso nur lesen wenn ich richtig Lust darauf habe (und verstehe dann eh nur die Hälfte XD)

      • Ellie says :

        In den unteren Stufen ging das auch nicht. Aber bei 10 Büchern pro Jahr geht das schon mal. Wir hatten ja auch noch andere Kurse, für die man was machen musste xD .

        Ich find es einfach echt schwer die Klassiker zu lesen. Oft sind sie einfach nur schnarch langweilig oder so unverständlich, dass man nach einer halben Seite nicht mehr weiß, was oben stand – gerne auch beides zusammen. Immerhin kann ich von mir behaupten, wenigstens ein einigermaßen breites Spektrum an deutscher Literatur zu kennen.

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