Rezension | All these lives – Sarah Wylie

Foto 04.06.13 20 54 47All these lives – Sarah Wylie

Juni 2012

Contemporary 

Amazon, Goodreads

Kurzbeschreibung:

Sixteen-year-old Dani is convinced she has nine lives. As a child she twice walked away from situations where she should have died. But Dani’s twin, Jena, isn’t so lucky.  She has cancer and might not even be able to keep her one life. Dani’s father is in denial. Her mother is trying to hold it together and prove everything’s normal.  And Jena is wasting away.  To cope, Dani sets out to rid herself of all her extra lives.  Maybe they’ll be released into the universe and someone who wants to live more than she does will get one.  Someone like Jena.  But just when Dani finds herself at the breaking point, she’s faced with a startling realization.  Maybe she doesn’t have nine lives after all.  Maybe she really only ever had one.

Meine Meinung:

Es geht um die Geschichte zweier Schwestern, Zwillingsschwestern. Während bei Jena Krebs diagnostiziert wird, ist Dani gesund. Sie versucht, genau wie der Rest der Familie, mit dieser neuen Situation zurecht zu kommen. Vor allem für sie ist es schwierig, denn bisher waren sie immer und überall zusammen. Besonders heftig wird es für Dani in der Schule, die anderen fragen nach ihrer Schwester, wollen wissen was los ist, wie es ihr geht. Auch die Situation zu Hause ist nicht einfach, Jena zieht sich immer mehr zurück, ihr Vater will alles gar nicht richtig wahrhaben, und ihre Mutter versucht an allen Stellen gleichzeitig zu helfen und ist damit überfordert.
Dani und ihre Mutter hatten schon immer eine besondere Verbindung, denn bei einem Unfall mehrere Jahre zuvor überlebten beide überraschenderweise. So wird ihr von ihrer Mutter weitergegeben, sie seien anders, anders als Jena. Dani gerät nach und nach in immer mehr solcher Situationen schafft es jedes Mal zu überleben. So kommt sie zu dem Schluss, wie eine Katze, 9 Leben zu haben, und beschließt daraufhin diese weiterzugeben, an jemanden, der sie dringender benötigt.

An sich ist „All these lives“ also wirklich eine schöne Geschichte mit viel Potenzial, an der ich aber leider auch einige Schwachpunkte sehe. Große Probleme hatte ich zum Beispiel mit dem Verhalten von Dani. Ich mochte sie nicht von Anfang an, nach und nach hat sie sich aber immer mehr zum besseren gewandelt. Zu Beginn kommt es einem so vor, als wäre ihr ihre Schwester fast egal, gleichgültig eben. Sie wirkt sehr egoistisch. In gewisser Weise kann ich dieses Verhalten verstehen, wenn sie sich in dieser Phase befindet, in der sie einfach nicht wahrhaben will, dass ihre Zwillingsschwester todkrank ist. Allerdings benimmt sie sich auch gegenüber Mitschülern so unmöglich, dass es hier unverständlich für mich wurde.
Bis zum letzten Drittel konnte ich gar nicht wirklich in die Story hineinfinden. Ich denke, dass das größtenteils an dem Schreibstil von Sarah Wylie liegt, der manchmal sehr abgehakt und sprunghaft anmutete. So gab es immer wieder zu große Sprünge zu neuen Situationen und manchmal habe ich mich nicht wirklich zurechtgefunden.

Die schönen Momente dieses Buches beginnen also erst wirklich ab dem Zeitpunkt, ab dem Dani aufwacht, langsam bemerkt wie ernst die Situation ist, und sich Gedanken darüber macht ob ihr Verhalten wirklich Jena, die ebenfalls einige Veränderungen durchmacht, helfen kann. Auch steht die Krankheit von ihr nicht direkt im Vordergrund, es geht mehr um Dani und wie sie damit umgeht diejenige zu sein, die gesund ist.

Alles in allem ist „All these lives“ also ein ganz passables Debüt für Sarah Wylie. Ich hätte mir einen weniger holprigen Schreibstil gewünscht, allerdings ist die Geschichte rund um die beiden Schwestern wirklich außergewöhnlich.

Bewertung:

3

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5 responses to “Rezension | All these lives – Sarah Wylie”

  1. Ellie says :

    Hm, das klingt ja leider nicht so großartig, wie erhofft. Das wird wohl erstmal auf meiner to-buy-Liste nach unten rutschen. Die Story klingt ja wirklich gut, aber wenns an der Ausführung hapert …

    • clickclickric says :

      ja, ich hatte mir glaube ich auch einfach viel zu viel erwartet, aber vielleicht kommst du auch besser mit dem Schreibstil zurecht als ich. wer weiß :)
      ist nur irgendwie echt schade, denn man hätte ja so viel draus machen können

  2. sandy says :

    Hmm….tja, deine eher verhaltene Meinung lädt nun nicht ein sofort das Buch aus dem Regal zu ziehen. Also, bleibt es da noch ein bisschen stehen. Aber schöne Rezi! :)

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