Rezension + Aktion | Golden – Jessi Kirby

Es gibt Bücher, da fliegen die Seiten an einem nur so vorbei beim Lesen, aber nicht jedes Buch, das man gut findet, bleibt auch wirklich hängen. Wiederum gibt es diese besonderen Bücher, in denen plötzlich Protagonisten auftauchen, mit denen man sich vollkommen identifizieren kann, bei denen man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte, wo es weh tut, die letzte Seite zu lesen, und die einen zu anderen Dingen inspirieren.

Eines dieser speziellen Bücher ist „Golden“ von Jessi Kirby.

Zunächst gibts eine kleine Übersicht worum es geht und eine kurze Rezension, und dann zeige ich euch, was ich als nächstes vorhabe :)

Golden – Jessi Kirby
May 2013
Young Adult / Contemporary

Amazon, Goodreads

Beschreibung:

Parker steht kurz vor ihrem Schulabschluss und hat einen genauen Plan wie ihr Leben aussehen soll. Erst Stanford, dann Ärztin werden. Dafür hat sie lange gearbeitet und der letzte Schritt ist eine Rede, die sie verfassen muss, um ein Stipendium zu bekommen. Aber als sie ihrem Lehrer dabei hilft alte Notizbücher an ehemalige Schüler zu verteilen ändert sich alles. Sie findet das Buch der längst verstorbenen Julianna. Lange kann sie nicht widerstehen und beginnt, entgegen all ihrer Vorsätze, darin zu lesen. Die Julianna, die sie im Notizbuch findet, ist alles andere als die schillernde Vorzeigeschülerin mit einer perfekten Beziehung. Sie trifft auf Zweifel, Zukunftsängste und unerfüllte Träume. Sie fängt an, an der Geschichte von damals zu zweifeln und mit der Hilfe ihrer besten Freundin Kat, und ihrem Schwarm Trevor begibt sie sich auf die Reise, um die echte Julianna zu finden. 

Bildquelle: goodreads

Meine Meinung

Mit Parker konnte ich mich sofort identifizieren. Zukunftsängste haben wir doch alle. Und manchmal läuft es eben nicht so, wie wir denken, auch wenn wir vorher alles bis aufs kleinste durchgeplant haben. Natürlich ist mir das auch schon passiert. So ganz weiß man eben nie, wo es hingehen wird. In „Golden“ erzählt Jessi Kirby eine tolle Geschichte rund um das Erwachsenwerden, mit dem nicht immer einfache Entscheidungen zusammenhängen. Es ist schön zu sehen, dass Parker nicht immer den einfach Weg wählt, sondern ihre Pläne infrage stellt, und große Entwicklungen durchmacht. Sie lässt endlich los und macht etwas, mit dem sie selbst nicht gerechnet hätte. Sicherlich trifft sie manchmal die  falschen Entscheidungen, aber sie lebt auch mit den Konsequenzen, oder schafft es, diese zum Positiven zu wenden.
Aber auch die Nebencharaktere erzählen alle ihre eigenen Geschichten. Geschichten rund um Abschiede, Schuldgefühle, ungeklärte Gefühle und zweite Chancen.
„Golden“ ist ein tolles Buch für den Sommer (Alleine schon dieses Cover!). Vielleicht ist es auch genau das Richtige, wenn man gerade vor einem Neuanfang steht. Es hat definitiv auch traurige, schwere Momente, Augenblicke in denen man eingreifen möchte, aber es macht unheimlichen Spaß das alles mit Parker zu erleben und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei.

Dies ist eine uneingeschränkte Empfehlung „Golden“ zu lesen, denn es hatte für mich absolut keine Schwachstellen.

Bewertung

5

Jetzt aber zu der Aktion!

Im Buch bekommen die Schüler von einem ihrer Lehrer ein Notizbuch mit folgendem Zitat ausgehändigt.

„What is it you plan to do with your one wild and precious life?“ 

Es stammt aus dem Gedicht „The summer day“ von Mary Oliver.
Die Schüler sollen sich zu diesem Zitat Gedanken machen, und aufschreiben, was ihre Pläne für den Rest ihres Lebens sind. Wo sie glauben, in ein paar Jahren zu stehen, was sie noch so vor haben. Die Notizbücher werden dann von ihrem Lehrer wieder eingesammelt, und 10 Jahre später bekommen die Schüler sie zurück. Ich finde, dass das wirklich eine tolle Sache ist. 10 Jahre später noch einmal zu sehen, was man damals dachte wo man in ein paar Jahren stehen wird. Diese Überlegung ist nicht immer leicht, und diese Aufgabe ist auch bestimmt nicht in ein paar Minuten erledigt.

Aber wie gesagt, manche Bücher inspirieren einen zu neuen Dingen. So habe ich beschlossen mir genau diese Frage ebenso zu stellen. Das ist aber nicht alles, und ich möchte auch kein reines Notizbuch machen, denn ich möchte nicht, dass irgendjemand anders es liest. Das soll alleine für mich sein. Deshalb werde ich etwas machen, das ich eigentlich schon länger vor habe:

Ich werde mir eine Zeitkapsel basteln, sie dann in unserem Garten vergraben, und in 10 Jahren wieder ausbuddeln :)

Füllen werde ich sie mit lauter Sachen, die ich im Moment toll finde, mit Fotos von Freunden, Zitaten, Zeichnungen, und der Antwort auf die Frage „What is it you plan to do with your one wild and precious life?“.

Ein bisschen habe ich schon angefangen. Ein paar Bilder bekommt ihr also zu sehen, viel werde ich euch aber nicht zeigen, denn: das soll ja alles nur für mich sein. Meine Kapsel ist ein altes Einweckglas, also bekommen nur die kleinen Käfer unter der Erde sie zu sehen :)

Foto 11.08.13 19 37 21 Foto 11.08.13 19 40 09 Foto 11.08.13 19 45 07

 

 

Vielleicht habt ihr ja auch Lust darauf, so etwas zu basteln, dann bin ich gespannt, wie eure Kapsel aussehen wird!

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12 responses to “Rezension + Aktion | Golden – Jessi Kirby”

  1. Ellie says :

    Awww, wie cool! Ich hab diesen Zeitkapselmoment hin und wieder beim Aufräumen wenn ich dann durch alte Briefe oder Fotos gehe. Da finde ich teilweise Sachen, die ich ganz vergessen hatte. Das ist auch auf meinem chaotischen Computer der Fall. Da gibt es so viele Ecken und Winkel, dass ich manchmal Dateien finde, die mir auch schon mal die Tränen in die Augen getrieben haben. In der 11. Klasse haben wir sowas Ähnliches gemacht. Da waren wir am Anfang vom Jahr auf Besinnungstagen und jeder hat einen Brief an sich selbst geschrieben, der dann eingesammelt wurde und den wir dann am Ende vom Jahr zurückbekommen haben. Das war voll toll.

    • clickclickric says :

      Hatte das auch schon öfter :) Jetzt hab ich einfach gedacht, ich zieh das mal durch. Jaaa auf Besinnungstagen waren wir auch mal, und wir haben so was ähnliches gemacht, aber ich weiß noch, dass ich das damals einfach irgendwie ziemlich doof fand XD

  2. Miss Booleana says :

    Sehr praktisch, dass du auch immer Amazon oder Goodreads verlinkst … für mich als von Natur aus faule Leseratte wird der Weg zum Wunschzettel so herrlich kurz ;)
    Scheint ein sehr gutes Buch zu sein – du hast mich neugierig gemacht und ich bewundere ein wenig wie du es schaffst dich so kurz zu fassen aber prägnant zu schreiben und auf den Punkt zu beschreiben wie das Buch ist. Man, bei mir werden das immer Romane. Das mit Zeitkapsel ist wirklich eine schöne Idee … ich mache zwar sowas ähnliches in Form eines Bildertagebuchs aber denke gerade drüber nach, ob das nicht der perfekte Moment für eine Zeitkapsel wäre…

    • clickclickric says :

      Ohh danke! Das freut mich, dass du den Eindruck hast :) Gerade hier habe ich länger dran gebastelt, und war mir nicht sicher, ob das genau so vom Buch alles rüberbringt.
      Lass mich auf jeden Fall wissen, wie du’s findest wenn du es gelesen hast!
      So ein Bildertagebuch ist bestimmt auch toll, ich müsste dafür nur mal meine Fotos sortieren.

  3. Shiku says :

    Ich find die Idee super. <3 Vor allem gemessen daran, dass sich bei mir in den nächsten Jahren einiges ändern könnte, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. xD Nur haben wir keinen Garten, zumindest keinen in der Nähe. ;( Zur Not wird's Omma und Oppa übergeben, die passen da bestimmt auch gern drauf auf.
    Wir hatten sowas ähnliches in der Schule auch mal gemacht, natürlich während der Besinnungstage. ;D Neben einem Brief an Gott (some were not amused about mine *muaha*) sollten wir auch einen an uns selbst schreiben, der uns ein Jahr später zugeschickt wurde. Fand ich damals schon cool und es war wirklich lustig, wie anders alles gekommen ist.

    • clickclickric says :

      Danke <3 :)
      Ich hab ja den Garten und alles, ich hoffe nur, dass meine Eltern nicht irgendwann wegziehen XD dann muss ichs zur Not früher ausbuddeln haha. Aber klar, deine Großeltern würden bestimmt gut drauf aufpassen :)

      Wieso hat eigentlich jeder Besinnungstage? Das ist total….unsinnig! :p Aber deinen Brief hätt ich gern gelesen haha

      • Shiku says :

        Du musst es dann ja nicht gleich aufmachen, sondern kannst es gleich wieder woanders verbuddeln. xD
        Man könnte das Ganze natürlich auch ganz gemein machen: Irgendeine Horrorstory dokumentieren, in einem öffentlichen Park verbuddeln und warten, bis da mal jemand umgräbt. xD

        Weiß nicht? An meiner vorherigen Schule hätte ich das nicht gehabt, mir kam das immer als was Religiöses vor. Ich war auf einer katholischen Schule, ihr zufällig auch? xD
        So schlimm war der gar nicht, aber wenn man als Atheist seine Beziehung zu Gott beschreiben soll … ich war noch recht harmlos mit Gott als Gedanke, dem ich fernbleiben will. Meine Freundin hat das Ganze geschichtlich aufgerollt mit Gott als Erklärung für Dinge, die heute ganz natürlich sind. xD (Aber v.a. die Dame, die sich als, ich zitiere, „Geschenk Gottes an die Liebe [ihrer] Eltern“ sieht, fand selbst das furchtbar. Andere haben uns zu unserer Offenheit gratuliert. :’D)

        • clickclickric says :

          Pahahhaa wie cool wär das denn?! XD *gleich mal auf die to-do-Liste setz*

          Nee ich zumindest war nicht auf einer katholischen Schule, aber ich komm ja aus Bayern, da ist wahrscheinlich jede Schule eine katholische Schule XD

          • Shiku says :

            Wenn das zu unseren Lebzeiten keiner zu finden scheint, müssen wir da aber nachhelfen! (Aber erst, wenn wir als sind. Als Badass-Oma in den Nachrichten zu sein, ist bestimmt cool.)

            Das könnte unter Umständen so sein. xD

          • clickclickric says :

            Da leiten wir einfach nen anonymen Hinweis an die Zeitung weiter und schon passt das ;)
            Das würde uns aber tatsächlich ziemlich viele Oma-Coolness-Punkte einbringen XD

          • Ellie says :

            Haha, das war gut, Ric! Das trifft ziemlich genau zu. Ich versteh auch immer noch nicht, warum man bis zum Abi Religionsunterricht braucht und das auch noch einbringen muss …

            Dabei waren unsere Besinnungstage eigentlich gar nicht so besinnlich. Das war eher ein Selbstfindungs- und Teambildungskurs. Wir haben viel über uns selbst nachgedacht, uns gegenseitig ausgetauscht, Feedback zur Person untereinander gegeben, irgendwelche Gemeinschaftsspiele gespielt, bei denen man sich gegenseitig unterstützen muss und so ein Zeugs. Und abends sind wir alle in die Kneipe abgehauen, unter dem Vorwand, spazieren zu gehen ^^ !

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