Rezension | The Bone Dragon – Alexia Casale

Foto 15.09.13 15 03 31The Bone Dragon – Alexia Casale

 

April 2013

Young Adult / Contemporary / Magical Realism

Amazon, Goodreads

 

 

Kurzbeschreibung:

Evie’s shattered ribs have been a secret for the last four years. Now she has found the strength to tell her adoptive parents, and the physical traces of her past are fixed – the only remaining signs a scar on her side and a fragment of bone taken home from the hospital, which her uncle Ben helps her to carve into a dragon as a sign of her strength.
Soon this ivory talisman begins to come to life at night, offering wisdom and encouragement in roaming dreams of smoke and moonlight that come to feel ever more real.
As Evie grows stronger there remains one problem her new parents can’t fix for her: a revenge that must be taken. And it seems that the Dragon is the one to take it.
This subtly unsettling novel is told from the viewpoint of a fourteen-year-old girl damaged by a past she can’t talk about, in a hypnotic narrative that, while giving increasing insight, also becomes increasingly unreliable.
A blend of psychological thriller and fairytale, The Bone Dragon explores the fragile boundaries between real life and fantasy, and the darkest corners of the human mind.

-Quelle: goodreads

Meine Meinung:

„The Bone Dragon“ ist Alexia Casales erstes Buch. Schon mal vorweg: Ich hatte von diesem Buch wohl etwas ganz anderes erwartet. Was ich eigentlich erwartet hatte war, dass der Schwerpunkt hier doch auf dem Fantasy-Teil der Geschichte liegt. Was man bekommt ist dann tatsächlich ein Jugendbuch im Contemporary Bereich mit Fantasy Elementen. Ein wenig Magie, die sich mit der Realität vermischt. Mir persönlich hat diese Mischung sehr gut gefallen. Wahrscheinlich ist aber schon die erste Voraussetzung, um dieses Buch zu mögen, dass man auch Geschichten mag, die etwas langsamer verlaufen. Es ist nicht voller Action, manchmal dümpelt es so dahin, eben eine ruhige Geschichte. Das heißt ja nicht, dass gar nichts passiert, aber wenn man damit Probleme hat, sollte man hier schon besser die Finger davon lassen.

„The Bone Dragon“ konzentriert sich sehr auf Evie und ihre Familie und Freunde. Ich mochte, welche Entwicklungen sie nach und nach durchmacht, wie sie immer mehr aus sich herauskommt und sich auch traut zu erzählen was passiert ist, oder besser gesagt, stellenweise schilder, denn so ganz erfährt man die Hintergründe nie. Aber dieses Zusammenspiel aus Evie und ihren Adoptiveltern ist wunderbar erzählt. Generell mochte ich den Schreibstil der Autorin sehr, zwar manchmal ausufernd, aber dennoch sehr märchenhaft, gerade auf Evies nächtlichen Streifzügen.

Jetzt aber zu den Sachen, die mir an diesem Buch leider nicht gefallen haben, und damit gleich zu dem größten Manko. Der Drache. Die Autorin hätte wesentlich mehr aus ihm rausholen können, denn wenn er mal auftauchte, blieb er charakterlich viel zu flach, gab teilweise unnütze Ratschläge, oder redete geschwollen daher. Hier hätte ich mir viel mehr Aktion und auch Interaktion mit Evie gewünscht, denn der Titel verspricht hier leider zu viel. Auch werden einige Handlungsstränge, die sehr wichtig für die Geschichte scheinen, fallen gelassen, gar nicht mehr aufgegriffen, oder lösen sich so auf, dass man sich öfter mal fragt: „na toll, das soll es jetzt gewesen sein?“. Aber auch das Ende des Buches, keine Angst, ich verrate nicht zu viel, lässt einen mit einem unguten Gefühl zurück. Das ist nicht immer schlimm, aber hier dreht gerade der letzte Satz noch einmal einiges um, von dem ich denke, dass das Buch es wirklich nicht nötig hat.

Alles in allem war „The Bone Dragon“ für mich aber eine bewegende Geschichte über ein Mädchen, das in ihrem bisher kurzen Leben, schon viel zu viel durchgemacht hat. Ich fand es spannend gemeinsam mit Evie herumzuziehen und zu erleben, wie sie sich endlich wieder anderen Menschen öffnet. Leider wird dieses Buch wirklich nicht etwas für Jeden sein, aber wer sich auf eine etwas langsamer verlaufende Geschichte einlassen kann, wird mit einem tollen Schreibstil belohnt.

Bewertung:

3

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3 responses to “Rezension | The Bone Dragon – Alexia Casale”

  1. Sarah says :

    Danke für die tolle Rezension. Das Buch hatte ich auch schon im Auge, aber momentan habe ich noch zu viele andere Bücher, die lesen muss.

    Mich erinnern deine Gedanken zu diesem Buch ein bisschen an meine Problematiken mit „Silber“. Dort hätte ich auch gerade zu den Träumen einfach mehr erwartet und stattdessen war es für mich eher Slice-of-Life mit ein paar Fantasy-Elementen.

    Ich werde mir „The Bone Dragon“ trotzdem gerne ansehen und bin froh, schon mal ungefähr zu wissen, was auf mich zukommt.

    Liebe Grüße,
    Sarah

    • clickclickric says :

      Wenn du mal dazu kommst, sag mir auf jeden Fall was du davon hältst! Ich habe das Buch ja mit ein paar anderen zusammen gelesen und die Meinungen gingen doch seeehr auseinander.

      Bei Silber konnte ich komischerweise über ein paar kleine Schwächen herabsehen, weil einfach drumrum wohl alles gepasst hat. Aber ich weiß genau was du meinst!

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