Rezension | If You Could Be Mine – Sara Farizan

If You Could Be Mine – Sara Farizan

August 2013

Young Adult / Contemporary / Glbt

Amazon, Goodreads

Bildquelle: goodreads

 

Kurzbeschreibung:

Seventeen-year-old Sahar has been in love with her best friend, Nasrin, since they were six. They’ve shared stolen kisses and romantic promises. But Iran is a dangerous place for two girls in love—Sahar and Nasrin could be beaten, imprisoned, even executed if their relationship came to light.

So they carry on in secret—until Nasrin’s parents announce that they’ve arranged for her marriage. Nasrin tries to persuade Sahar that they can go on as they have been, only now with new comforts provided by the decent, well-to-do doctor Nasrin will marry. But Sahar dreams of loving Nasrin exclusively—and openly.

Then Sahar discovers what seems like the perfect solution. In Iran, homosexuality may be a crime, but to be a man trapped in a woman’s body is seen as nature’s mistake, and sex reassignment is legal and accessible. As a man, Sahar could be the one to marry Nasrin. Sahar will never be able to love the one she wants, in the body she wants to be loved in, without risking her life. Is saving her love worth sacrificing her true self?

-Quelle: goodreads

Meine Meinung:

Mit „If you could be mine“ von Sara Farizan betrat ich sozusagen Neuland. Dass eine lesbische Beziehung im Iran fast nicht durchzusetzen ist, konnte ich mir vorstellen, aber alle Schwierigkeiten die damit verbunden sind, waren mir irgendwie nicht bewusst. Da wir uns hier nun mal in einer ganz anderen Gesellschaft befinden, obwohl es Homosexuelle hier leider auch oft immer noch schwierig haben, fiel es mir natürlich schwer mich in Sahar und Nasrin hineinzuversetzen. Aber die Geschichte der beiden Mädchen konnte mich durchaus überraschen.

Zu Beginn fiel es mir schon ein wenig schwer, mich auf die Geschichte einzulassen. Aber der lockere Schreibstil der Autorin erleichtert es einem ungemein. Nach ein, zwei Kapiteln war ich drin und wollte unbedingt erfahren wie es weitergeht. Im Text tauchen zwar immer mal wieder persische Wörter auf, die man sich aber aus dem Kontext leicht erschließen kann, oder erklärt werden, weshalb der Lesefluss nicht unterbrochen wird. Es ist sicherlich ein heikles Thema um das es in diesem Buch geht, aber Sara Farizan schafft es, einen neugierig darauf zu machen, sich über das Buch hinaus informieren zu wollen, zumindest ging es mir so.

Wenn man darüber hinwegsieht, dass ich mich natürlich nie ganz in die Rolle von Sahar oder Nasrin hineinversetzen kann, fiel es mir dennoch oft schwer vor allem Sahars Entscheidungen nachzuvollziehen. Sie sieht nur diese eine radikale Lösung. Anstatt sich erst richtig mit Nasrin auszusprechen, will sie alles in die eigene Hand nehmen und ist von ihrer Entscheidung überzeugt. Auch von den Ratschlägen mehrer Freunde lässt sie sich nicht beirren und beharrt auf ihrer Entscheidung. Einerseits mochte ich diese Entschlossenheit an ihr, andererseits fand ich es schade zu sehen, dass sie gar keine andere Meinung zulässt und ziemlich viel aufs Spiel setzt. Mit Nasrin selbst wusste ich lange nichts anzufangen. Ich fand sie arrogant, eitel und narzisstisch. Gegen Ende des Buches, so im letzten Viertel, fing ich aber an zu verstehen, was dahintersteckt. Es ist natürlich für sie auch nicht immer leicht. Sie ist schließlich diejenige, die verheiratet wird. Gerade in diesen letzten Zügen des Buches gab es einige Ereignisse, die einen aufatmen lassen, nur das Ende selbst fand ich viel zu erzwungen und unnatürlich. Mehr werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

„If you could be mine“ kann ich jedem empfehlen, der mal abseits seiner gewohnten Lese-Komfortzone ein gutes Buch entdecken möchte, das einen wirklich mitreißen kann.

Bewertung:

3

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7 responses to “Rezension | If You Could Be Mine – Sara Farizan”

  1. Fraencis Daencis says :

    Hallo :)

    In dem Buch sind ja gleich zwei schwierige Dinge auf einmal angesprochen: die andere Kultur im Iran sowie die homosexuelle Beziehung der beiden Mädchen. Auch in unserer Kultur ist Homosexualität leider oft noch ein Tabuthema! Ein für mich interessantes Buch aufgrund der beiden „heiklen“ Themen, daher landet es sofort auf meiner Wunschliste! :)

    Liebe Grüße,
    Fräncis

    • clickclickric says :

      Klar, das ist hier auch nicht immer leicht. Aber ich fand es wirklich interessant darüber zu lesen. Bin gespannt, was du dazu sagst :) sag bescheid, wenn dus liest!

  2. Miss Bookiverse says :

    Das ist ja irgendwie doof, dass du das Buch am Ende doch nur so lauwarm fandest. Ich find die Idee so interessant und andersartig, werd’s bestimmt trotzdem noch irgendwann lesen. Hattest du denn das Gefühl das war alles authentisch oder mehr so „originelle Idee“ und der Rest ist nicht so wichtig, Hauptsache das Konfliktthema wird rübergebracht?

    • clickclickric says :

      ja leider gab es echt einfach so ein paar Punkte, die es mir schwer gemacht haben :/ Ich fands ja so schon schwer mich damit zu identifizieren…
      aber authentisch fand ich es auf jeden Fall! Das war auch alles nicht nur oberflächlich angeschnitten, sondern man hat einiges über die Kultur und diese Umstände erfahren.

      • Miss Bookiverse says :

        Na immerhin :) ich finde es total doof, wenn autoren sich ein konfliktthema suchen und beschließen darüber zu schreiben, aber dann geht es irgendwie nur um die schockeridee und sie geben sich keine mühe mit figuren, schreibstil und so weiter *hustdiewellehust*

        • clickclickric says :

          nee also hier hatte ich schon das Gefühl, dass sie sich wirklich damit beschäftigt hat :) Die Welle hab ich nicht gelesen, nur diesen Film gesehen haha

          • Miss Bookiverse says :

            Den Film fand ich gut. Da kann man ja allerhand viel besser umsetzen und rüberbringen. Die Figuren und der Stil im Buch sind total stumpf, es geht wirklich nur darum das Konzept rüberzubringen.

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