Rezension | Die Liste der vergessenen Wünsche – Robin Gold

Foto 10.11.13 14 19 00Die Liste der vergessenen Wünsche – Robin Gold

Englischer Titel: Once upon a list

Erschienen am: 8. Oktober 2013

Roman

Blanvalet, Amazon, Goodreads

Kurzbeschreibung:

Eine Geschichte über Verlust, Kindheitsträume und einen Neubeginn

Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die achtjährige Clara Black – in einem schwarzen Badeanzug – ihren Kater »Schweinebraten« beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für sie bereithalten würde: Jahre später stirbt ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit. Es bricht Claras Herz. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker – und zum Weg zurück ins Glück …

-Quelle: goodreads

Meine Meinung:

Ich hatte ja richtig Lust auf „Die Liste der vergessenen Wünsche“, endlich mal wieder ein Buch mit solch einer Thematik. Ich lese gerne Bücher, in denen sich die Protagonisten das Ziel setzen, alles was sie noch vor einem bestimmten Alter erledigt haben wollen, auch wirklich abhaken zu können. Denn irgendwie machen diese Bücher immer wieder Mut, es macht einfach Spaß das alles mitzuverfolgen, vielleicht selbst so eine Liste anzufertigen, und egal wie klein diese Ziele sind, diese Erfahrung mit den Charakteren zu teilen. Und gleich vorweg, in diesem Aspekt hat mich „Die Liste der vergessenen Wünsche“ nicht enttäuscht, denn dieses Gefühl, sofort selbst loslegen zu wollen, war wieder da. Leider blieb es für mich dann auch dabei, denn mit vielen anderen Faktoren hatte ich hier so meine Probleme.

Auf Claras Liste stehen so einige Sachen, manche davon einfach zu realisieren, einige eher schwieriger, und mit der Zeit rücken vielleicht manche von diesen Zielen auch eher in den Hintergrund. Ich finde, Clara ist ein schwieriger Charakter. Klar, sie hat einen harten Verlust zu verarbeiten, immerhin ist ihr Verlobter erst vor Kurzem gestorben, aber ich kam häufig nicht so ganz mit ihrer Art, das alles zu verarbeiten, zurecht. Das liegt wohl aber einfach an meiner Art mit solchen Situationen umzugehen, ich würde mich wahrscheinlich, ganz anders als Clara, eben nicht zu Hause verschanzen, sondern grade deshalb mit Freunden ausgehen, versuchen mich abzulenken. Öfters konnte ich auch ihre Gedankengänge nicht ganz so nachvollziehen, so wird sie z. B. zu einem Date eingeladen, aber anstatt offen zu sagen, sie müsse sich das noch überlegen, bezieht sie sich auf ein Gedicht, und entscheidet dann. Dies ist nur eine von mehreren Situationen, aber für mich wirkte diese Reaktion einfach unnatürlich, und ich hätte mir das Ganze etwas spontaner gewünscht. Leider zogen sich solche Situationen, in denen ich ihre Gefühle und Entscheidungen so nicht nachvollziehen konnte, durch das gesamte Buch. Ebenfalls große Schwierigkeiten hatte ich mit dem Humor dieses Buches. Robin Gold versucht meiner Meinung nach zu gewollt lustig zu sein. Natürlich gab es ein paar Situationen, in denen ich schon lachen musste, allerdings kommen die meisten Witzen hier leider viel zu plump rüber. Zum Schluss fand ich die Geschichte auch einfach viel zu vorhersehbar, mir war relativ schnell klar, wie das Ganze ausgehen wird, und auf dem Weg dorthin werden leider auch zu viele Klischees bedient.

Empfehlen kann ich „Die Liste der vergessenen Wünsche“ dennoch, denn alles in allem ist es natürlich kein schlechtes Buch. Wer einfach nur ein Buch sucht, das schnell zu lesen und unterhaltsam ist, ist hier gut aufgehoben. Es ist eben das richtige Buch für ein verregnetes Wochenende.

Bewertung:

2,5

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8 responses to “Rezension | Die Liste der vergessenen Wünsche – Robin Gold”

  1. bookaholicasworld says :

    Interessant! Vorallem was du eher bemängelst klingt so, als könnte gerade das mir zusagen :) Ich lese auch gern Bücher, in denen Ziele gelegt werden und bis zu einem Zeitpunkt Erfüllung finden sollen. Daher werde ich mir auf jeden Fall die Leseprobe durchlesen und dann entscheiden, ob ich weiterlesen mag.
    Sehr gute und informative Rezi :)

    Liebe Grüße von der Blogger-Kollegin
    Bookaholica ;)

  2. Henni says :

    Ich bin ja großer Fan von Rezensionen zu Büchern, die ich gelesen habe. Einfach weil mich interessiert wie andere so Empfunden haben. Das wird mir bei diesem Buch auch sehr oft Bestätigt, dass meine Meinung dazu nicht alleine steht. :)

    Tolle Rezi! :)
    Grüße.

  3. buchstabentraeume says :

    Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte ich mich ein wenig an solchen „Listen-Büchern“ sattgelesen… Sie reizen mich momentan gar nicht. „Die Liste der vergessenen Wünsche“ gibt es jedenfalls in meiner Bibliothek. Irgendwann werde ich es also lesen. Aber bestimmt erst nächstes Jahr…^^

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