Rezension | Tape – Steve Camden

Tape – Steve Camden

Erschienen am: 30. Januar 2014

Young Adult / Contemporary

Amazon, Goodreads
Bildquelle: goodreads

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:

Record a voice and it lasts forever…

In 1993, Ryan records a diary on an old tape. He talks about his mother’s death, about his dreams, about his love for a new girl at school who doesn’t even know he exists.

In 2013, Ameliah moves in with her grandmother after her parents die. There, she finds a tape in the spare room. A tape with a boy’s voice on it – a voice she can’t quite hear, but which seems to be speaking to her.

Ryan and Ameliah are connected by more than just a tape.

This is their story.

-Quelle: goodreads

Meine Meinung:

Ich habe mich ziemlich auf „Tape“ gefreut, denn die Story klingt an sich super. Die Geschichte wird aus zwei Blickwinkeln erzählt, Ryan und Ameliah. Ameliah findet nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Oma eine Kassette, Ryan nimmt Kassetten auf, unter anderem um den Tod seiner Mutter zu verarbeiten. Wie die beiden Geschichten letztenendes miteinander verflochten sind, möchte ich hier nicht verraten, denn das erfährt man im Buch nach und nach. Alles in allem hätte Steven Camden richtig viel aus diesem Buch rausholen können. Was hat mir also nicht gepasst?

Die zwei Erzählperspektiven sind einerseits toll, weil man dann immer weiter lesen möchte und so einfach noch ein bisschen Spannung aufgebaut wird, andererseits hat mich das am Anfang aber ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich hatte oft Probleme alles zuzuordnen, wusste nicht mehr was wo hingehört, und das ist irgendwie schade. Ryan und Ameliah bleiben auch beide eher eindimensional, ich wusste nie so recht, was ich mir unter ihnen vorzustellen habe. Das ganze ändert sich ein wenig später im Buch, aber dazu gleich. „Tape“ wird als Jugendbuch betitelt, an dem auch Erwachsene sehr viel Freude haben können. Letzterem stimme ich zu, ich z. B. liebe Kassetten und für mich und andere welche aufzunehmen, und ja ich komme mir jetzt ein bisschen alt vor, aber die Kinder von heute kennen das einfach nicht mehr so, das mit den Kassetten. Als Jugendbuch würde ich es aber dennoch auch nicht bezeichnen, eher Middle-Grade. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und eben simpel. Man kann dieses Buch wirklich in ein paar Stunden weglesen.

Leider konnte mich „Tape“ dann also nicht wirklich überzeugen, denn so richtig in Fahrt kam es erst ab der Hälfte bzw. dem letzten Drittel. Plötzlich gibt es mehr Hintergrundinformationen und Ryan und Ameliah waren mir nicht mehr total egal und ich konnte mich tatsächlich ein wenig mit ihnen identifizieren. Nur konnte der gute letzte Teil es im Gesamten nicht mehr ganz rausreißen.

„Tape“ ist also ein leichtes Buch für zwischendurch. Ich hätte mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, denn die Idee war super. Versuchen kann man es natürlich trotzdem, vor allem wenn man mal wieder etwas nostalgisch werden möchte. Und vielleicht krame ich bald auch mal wieder meine Kassetten raus!

Bewertung:

3

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16 responses to “Rezension | Tape – Steve Camden”

  1. Miss Bookiverse says :

    Ach schade. Ich mochte das Cover und die Idee auch voll gern, aber dann höre ich mir wohl lieber ne alte Bibi Blocksbergfolge auf Kassette an ;)

  2. Captain Cow says :

    Miss Bookiverse und ich haben uns das irgendwann mal im Dussmann angeschaut und da sah es schon sehr verlockend aus, auch wenn es mich ein bisschen abgeschreckt hat, dass es zu 2 verschiedenen Zeiten spielt. Ich mag diese Geschichte irgendwie immer nicht so sehr, wenn das zeitlich so versetzt ist. Sieht aber so aus, als würde ich da nicht viel verpassen :/

    • clickclickric says :

      Hatte das letztens auch im Laden mal in der Hand und ich fand die Aufmachung so schön! Mit den kleinen Kassetten-Illustrationen, allerdings ist das ja leider, wie immer, nicht alles.Dann verbring die Zeit lieber mit anderen tollen Büchern! :)

  3. Ellie says :

    Oh schade! Der Inhalt klingt an sich schon ziemlich cool, aber wenn es dir schon nicht so zusagt, dann lasse ich Contemporary-Muffel besser die Finger davon.

  4. Crini says :

    Ist ja schade, die Idee fand ich nämlich auch echt cool. Vor allem hätte ich mir das als Hörbuch total cool vorgestellt (Am besten noch auf Kassette erhältlich :D)

    • clickclickric says :

      uhhh das wär toll gewesen! Schade, dann muss eben nochmal jemand sowas in der Art schreiben und es besser machen x)

      • Miss Bookiverse says :

        Es gibt ja 13 Reasons Why, das ist auch mit Kassetten und das Hörbuch dazu ist sehr cool :)

        • clickclickric says :

          mhhh da überlege ich schon lange, ob ich das mal lesen soll. Aber irgendwie hab ich da nie so richtig tolle Bewertungen zu gehört :/

          • Miss Bookiverse says :

            Ich fand es damals richtig gut. Hatte zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht viel aus der Richtung gelesen. Ich glaube aber dass es mir heute immer noch gefallen würde. Ist ein sehr interessantes Buch. Viele können aber die Handlungen/Gedanken der Protagonistin nicht nachvollziehen, ich glaube deshalb mögen sie es nicht.
            Aber das Hörbuch (das englische) ist so super gelesen, versuch’s mal :)

          • clickclickric says :

            Ok, ja vielleicht versuche ich es mal :) Muss mal schauen, ob es das Hörbuch bei uns in der Bib gibt, das mach ich aber, wenn ich mal wieder richtig Zeit habe. Die kann man nämlich nur 2 Wochen ohne Verlängerung leihen…

          • Miss Bookiverse says :

            Das sind ja doofe Ausleihkriterien :( Gerade für ein Hörbuch braucht man doch genug Zeit. Ich drück dir trotzdem die Daumen, dass es das gibt :)

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